Wie Phönix aus der Asche

so musste es dem Betrachter bei weilen vorgekommen sein, das Vachendorfer Mädchenfußball-Projekt bei den Jüngsten und ihrem Abschneiden beim „Vachadoafa-Cup" am Samstag, den 30.06.2012.

Seit Beginn März 2012 einmal wöchentlich im Training, ein paar Zusatzeinheiten absolvierend tummelten sich bislang mit steigender Tendenz zahlreiche Mädels der Jahrgänge 02 – 06 auf dem Trainingsareal des SCV, wo das Trainerteam um die Lizenztrainerin Doina Renges bestehend aus einer ehemaligen Spielerin mit höherklassiger Erfahrung, einem alten Haudegen mit 14jähriger Trainererfahrung im Jugendbereich und einer hoffnungsvollen Nachwuchsspielerin gut aufgestellt ist und die Grundausbildung der jüngsten Amazonen übernommen hat.

Im Frühjahr hatte man gesät und zu schnell hatte man reife Früchte erwartet, leider konnten die ersten Testspiele den erhofften Erwartungen nicht gerecht werden. Mit fast ausschließlich Anfängerinnen und noch dazu jahrgangsjüngeren Spielerinnen konnte wir in den ersten Testspielen gegen Bad Aibling, Lengdorf und Oberteisendorf hauptsächlich den Anstoß üben, den wir mittlerweile perfekt beherrschen. Leider hatten wir durch unsere zu hohen Erwartungen, die kleinen zarten Triebe übersehen, die entstanden waren. Nun, bei unserem Turnier gelang es der Mannschaft weit weniger Anstoßübungen auszuführen als in den vorangegangenen Spielen. Hatte man doch, bei den hohen Niederlagen in der Vergangenheit, sich darauf besonnen die Verteidigung zu üben, wobei die Mädels mit Begeisterung mitwirkten.

Vor dem ersten Spiel gegen Hammerau hatten wir uns vorgenommen, das zu tun, was wir ein bisschen können – verteidigen – um ein gezieltes Offensivspiel zu üben, hatten wir noch keine Zeit, also taten wir das, was wir konnten – verteidigen, na ja, und ein wenig schnell kontern.

Immerhin hielt der Defensivverbund im ersten Spiel ein 0:0 gegen Hammerau, mehr wollten wir auch nicht, wäre da nicht einer unserer Konter kurz vor Spielende gewesen, bei dem schwer vermutet wird, dass der Ball beim Fangen sich bereits ein erhebliches Stück hinter der Torlinie befand.

Kein Problem, das Unentschieden war für uns ein bisher unbekanntes Erlebnis purer Freude. Unsere Defensivstrategie funktionierte auch gegen Leobendorf, aber hier verhielt es ich wie David gegen Goliath und das gab den Ausschlag.

Gegen Brannenburg sollte sich unser Gefühlspegel der Freude noch erhöhen. Nachdem man mit 0:1 in Rückstand geriet – für uns kein Problem, das bringt uns nicht aus der Ruhe, da wir bis zu diesem Tag stets im Rückstand lagen – gelang es mit zwei schönen Toren das Spiel für uns zu entscheiden. So etwas hatten wir noch gar nicht.

Auch gegen die Ottingerinnnen brachte uns die Defensivtatktik ein 0:0. Im letzten Spiel gegen Oberteisendorf waren wir chancenlos und konnten der körperlichen Überlegenheit nichts entgegensetzen.

Für uns sehr überraschend belegten wir beim Vachadoafa Cup den 4. Platz was aus unserer Sicht schon als sensationell einzustufen ist.