Keinen guten Tag erwischte der SC Vachendorf an heutigen Sonntag gegen den SC Inzell. Der SCV verlor vor ca. 150 Zuschauern verdient, aber deutlich zu hoch, gegen die eiskalt ihre Chancen verwertenden Gäste. Der SCV, der ohne fünf seiner Stammkräfte angetreten musste, vergeigte sein Heimspiel innerhalb sechs Minuten in der ersten Halbzeit durch drei mehr oder weniger geschenkte Tore für den SC Inzell.

Dabei fing das Spiel für den SCV gar nicht so schlecht an. In den ersten 20 Minuten war der Gastgeber durchaus überlegen, ohne sich jedoch ganz große Chancen erspielen zu können. Es blieb hier bei zwei Schüssen von Thomas Loferer (10.) und Maximilian Bergmann (11.), die übers Tor gingen. Inzell war nur durch eine missglückte Flanke von Armin Dumberger gefährlich, die Florian Oberhauser gerade noch über die Latte lenken konnte. In der 21. Minute war Janik Stark rechts im Sechszehner eingedrungen und wurde kurz vor der Auslinie gefoult. Eine völlig unnötige Aktion, aber ein berechtigter Elfer für den SC Inzell. Fabian Zeidler trat an und hatte Glück, dass sein Ball von Oberhauser nur an die Unterkante der Latte gelenkt werden konnte - 0:1. Der SCV hatte sich noch nicht richtig mit dem Gegentreffer abgefunden, als man Armin Dumberger flanken lies und zuschaute wie Fabian Zeidler den Ball volley zum 0:2 verwandelte (24.). Keine drei Minuten später fing ein Innenverteidiger des SCV einen zu weiten Ball der Gäste ab und hatte alle Zeit der Welt den Ball zum Torwart zurück zu spielen oder zu schlagen, lies sich aber zu viel Zeit und traf dann den Ball unter Bedrängnis nicht richtig, Zeidler war zur Stelle spielt sofort in die Mitte, wo Michel Hernadez keine Probleme hatte zum 0:3 einzuschieben. Nun wehrte sich der SCV besser, hatte aber kein Abschlussglück. In der 32. Minute war Tobias Hainz durch und wurde innerhalb des Sechszehners gefoult. Leider legte der Schiedsrichter den Tatort außerhalb des Strafraums, eine strittige Situation. In der 42. Minute gab es einen Steilpass auf Maximilian Bergmann, der an der Mittellinie durch gestartet war, und zum vermeintlichen 1:3 einschob. Aus unerfindlichen Gründen wurde dieser Treffer wegen Abseits nicht anerkannt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drückte der SCV auf den Anschlusstreffer. Schon in der 46. Minute hatte Georg Klauser, nach einem tollen Pass von Maximilian Loreck, diesen auf dem Fuß – doch sein Abschluss war zu schwach für den gut haltenden Sebastian Schwabl im Tor der Gäste. Drei Minute später rettete Schwabl wieder gegen Klauser, nach schönem Anspiel von Tobias Hainz. In der 51. Minute verfehlte ein Freistoß von Manuel Schlesak das Tor um Zentimeter, hier wäre Schwabl chancenlos gewesen. Den verdienten Anschlusstreffer für den SCV gab es dann in der 58. Minute durch Neuzugang Michael Kirschner nach einer Ecke. Der SCV versuchte nun noch nachzulegen, hatte aber kein Abschlussglück bzw. spielte nicht genau genug. Der SC Inzell verlegte sich nun aufs Kontern und nutzte dies gleich zweimal. In der 62. Minute war es Michel Hernandez mit seinem zweiten Treffer und in der 79. Minute Fabian Zeitler mit seinem dritten Treffer. /TL