Mindestens zwei Punkte verspielte der SC Vachendorf in seinem Heimspiel gegen den TSV Fridolfing. In der ersten Halbzeit sahen die über 100 Zuschauer einen schwachen SCV, dem man die Unsicherheit bedingt durch die Tabellensituation deutlich anmerkte. Das Spiel des SCV war bestimmt durch viele Unsicherheiten, die sich besonders in der Defensive auswirkten, auch kamen die Spieler kaum in die Zweikämpfe. Folgerichtig nutze dies der Gast konsequent aus, ohne sich eigentlich wirkliche Chancen erspielen zu können. Ganz anders verlief dann die zweite Halbzeit, der SC Vachendorf war viel bissiger, lies den Ball besser laufen und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe, positiv bemerkbar machten sich hier vor allem die Einwechselungen von Patrick Heizlmeier und Tobias Hainz - der TSV Fridolfing kam so in der zweiten Hälfte zu keinem einzigen Torabschluss mehr. Leider fehlten dem SCV im Endeffekt das Glück und die Konsequenz vor dem Tor um wenigstens einen Punkt zu erreichen.

In den ersten zehn Minuten spielte hauptsächlich der TSV Fridolfing. Der SCV bekam vor allem den quirligen Josef Pallauf nicht in den Griff, gegen diesen musste Florian Oberhauser gleich zweimal sein können im SCV Tor zeigen (2. + 8.). Nach einem Abspielfehler im Mittelfeld kam in der 15. Minute Markus Hager an den Ball und zog aus 20 m ab, den Aufsetzer konnte Oberhauser zwar noch erreichen, aber nicht mehr um den Pfosten lenken – 0:1. Bis hierhin hatte der Gastgeber nur zwei Abschlüsse durch einen Fernschuss und Kopfball von Manuel Schlesak, die aber das Tor verfehlten, zu verzeichnen. In der 24. Minute hatte die SCV Defensive gleich mehrmals die Möglichkeit einen Ball im Sechszehner zu klären, aber kein Spieler tat dies konsequent. So fiel schließlich der Ball vor die Füße von Pallauf, der ohne Probleme zum 0:2 abschloss. Zwei Minuten später war Florian Zeller steil geschickt worden und lief alleine auf das Gästetor zu, als er von einem Gästeinnenverteidiger seitlich über den Haufen gerannt wurde. Hier erwarteten die Zuschauer eine rote, oder zumindest gelbe Karte für den Gästespieler und einen Freistoß am Sechszehner für den SCV – was den an sich gut leitenden Schiedsrichter in dieser Situation dazu bewegte Freistoß für den TSV zu geben, bleibt sein Geheimnis. Eine Minute später der nächste Bock der SCV Abwehr – ein Befreiungsschlag kommt gerade mal bis zum „25 ziger“ , wo Dominik Oswald den Ball in Ruhe stoppen kann und mit einem Sonntagsschuss zum 0:3 einschoss. In der 40. Minute dann der erste gelungene Spielzug des SCV – Tobias Hainz war auf dem rechte Flügel angespielt worden und bediente Manuel Schlesak mustergültig, dieser setzte sich mit einer Drehung gegen seinen Gegenspieler durch und verkürzte zum 1:3. Die zweite Halbzeit begann gleich mit zwei Kopfballchancen für den Gastgeber. Erst hatte Maximilian Loreck geflankt und Michael Kirschner geköpft, diesen Ball konnte Michael Haas sicher fangen (50.), dann ging ein Kopfballheber von Alexander Loreck nach Freistoß von Patrick Heinzlmeier knapp übers Tor (58.). Fünf Minuten später schickte Maximilian Loreck Schlesak geschickt in die Gasse, doch dessen Schuss ging knapp am Kreuzeck vorbei. Weitere fünf Minuten später war Tobis Hainz auf der rechten Seite gut von Alexander Loreck bedient worden, Hainz legte den Ball super auf den mit gelaufenen Schlesak zurück, doch auch dieser Schuss von Schlesak verfehlte das Tor. Zehn Minuten vor Ende der Partie verlängerte Alexander Loreck einen Einwurf per Kopf zu Georg Klauser der zum 2:3 traf. In der 85. Minute dann gleich zwei Riesenchancen für den SCV. Erst setzte sich Schlesak gut durch und zog ab, diesen Ball konnte Haas zu Ecke klären. Die nachfolgende Ecke köpfte Alexander Loreck um Zentimeter übers Tor. In der Schlussminute setzte sich Benedikt Willinger im Sechszehner durch und schoss zum vermeintlichen Ausgleich ein – doch der Schiedsrichter entschied auf Stürmerfoul – eine wirklich knifflige Situation. /TL